Ausgrabungen aus der Bronzezeit und Überreste der römischen Epoche belegen, dass der Ursprung von Rorschwihr weit vor der Zeit liegt, in der erstmals der Name «Chrodoldesvillare» in Schriftzeugnissen auftaucht.
Ursprünglich Lehen eines merowingischen Königtums, gehörte das Dorf und sein Weinberg im Jahre 742 dem fränkischen Adelsherren Rantwig, bevor es Lehen der Gutsherren von Ribeaupierre wurde. 1313 verpfändeten die Ribeaupierre Rorschwihr an das Haus Österreich ebenso wie Bergheim, wodurch sie das Schicksal des Dorfes eng mit der benachbarten Stadt verknüpften.
Mehrere Klöster, darunter die Abtei Wissembourg, das Kloster Ebersmünster, das Kloster Moyenmoutier sowie das Silos Kloster Sélestat besaßen Reben in Rorschwihr und gewannen ihren Messwein durch die Weinlese im «Silberberg» und im «Kugelberg».
Die französische Revolution läutete die Wende ein, 1802 wurde Rorschwihr eine unabhängige Pfarrkirche.

Das Schicksal von Schloss Meyerhof («Herrschaftshaus») war schon immer untrennbar mit dem des Dorfes verbunden. Eine erste Urkunde aus dem Jahr 742 legt fest, dass das Gut in den Besitz des Adelsherren Rantwig übergeht.
Vom 12. Jahrhundert bis zur Revolution war das Schloss, das zur Abtei Moyenmoutier (in Lothringen) gehörte, ein Dinghof, der Schutzsuchenden Asyl gewährte. Aus zahlreichen Schriften geht hervor, dass das Weingut und seine hochwertigen Rebsorten mehrmals den Besitzer wechselten. So gehörte es mehreren berühmten Adligen und illustren Männern der Kirche. Eine Linie Päpste (Clemens III., Kalixt II., Innozenz II., Lucius III.) sowie bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte Frankreichs (Pippin der Kurze, Ludwig der Fromme,…) nahmen für sich das Recht auf den Genuss der renommierten Weine in Anspruch.
Heute ist das Weingut in privatem Besitz, es gehört seit 2008 zum Weingut FERNAND ENGEL.

